Rezime epizode
Ein leerstehendes Kaufhaus in der Innenstadt. Die Rolltreppen stehen still, hinter den Schaufenstern liegt Staub. Früher gehörte dieses Gebäude zum Alltag vieler Menschen. Heute steht es da und stellt eine Frage: Was kann hier wieder entstehen? Dann ist da noch eine Wiese am Rand eines bestehenden Quartiers. Noch wächst dort Gras, noch gibt es keine Klingelschilder, keine Fahrräder vor dem Eingang, keine Kinderstimmen im Hof. Aber in den ersten Projektunterlagen stehen längst Zahlen: Wohnungen, Quadratmeter, Stellplätze, Geschosse, Baukosten. Zwei erfundene Orte, aber sehr reale Situationen. In vielen Städten suchen große Bestandsgebäude eine neue Rolle. Gleichzeitig sollen dringend Wohnungen entstehen: schnell, bezahlbar, klimagerecht und mit Qualität für viele Jahrzehnte. An solchen Punkten wird entschieden, wie Stadt weitergebaut wird. Für diese Folge habe ich mit Andrea Gebhard gesprochen. Sie ist Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin, leitet in München das Büro mahl gebhard konzepte und ist…
Ein leerstehendes Kaufhaus in der Innenstadt. Die Rolltreppen stehen still, hinter den Schaufenstern liegt Staub. Früher gehörte dieses Gebäude zum Alltag vieler Menschen. Heute steht es da und stellt eine Frage: Was kann hier wieder entstehen? Dann ist da noch eine Wiese am Rand eines bestehenden Quartiers. Noch wächst dort Gras, noch gibt es keine Klingelschilder, keine Fahrräder vor dem Eingang, keine Kinderstimmen im Hof. Aber in den ersten Projektunterlagen stehen längst Zahlen: Wohnungen, Quadratmeter, Stellplätze, Geschosse, Baukosten. Zwei erfundene Orte, aber sehr reale Situationen. In vielen Städten suchen große Bestandsgebäude eine neue Rolle. Gleichzeitig sollen dringend Wohnungen entstehen: schnell, bezahlbar, klimagerecht und mit Qualität für viele Jahrzehnte. An solchen Punkten wird entschieden, wie Stadt weitergebaut wird. Für diese Folge habe ich mit Andrea Gebhard gesprochen. Sie ist Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin, leitet in München das Büro mahl gebhard konzepte und ist…
Epizode
#85 Zwei Orte, mehrere Zukünfte – Andrea Gebhard über Architekturwettbewerbe
SlušanoEin leerstehendes Kaufhaus in der Innenstadt. Die Rolltreppen stehen still, hinter den Schaufenstern liegt Staub. Früher gehörte dieses Gebäude zum Alltag vieler Menschen. Heute steht es da und stellt eine Frage: Was kann hier wieder entstehen? Dann ist da noch eine Wiese am Rand eines bestehenden Quartiers. Noch wächst dort Gras, noch gibt es keine Klingelschilder, keine Fahrräder vor dem Eingang, keine Kinderstimmen im Hof. Aber in den ersten Projektunterlagen stehen längst Zahlen: Wohnungen, Quadratmeter, Stellplätze, Geschosse, Baukosten. Zwei erfundene Orte, aber sehr reale Situationen. In vielen Städten suchen große Bestandsgebäude eine neue Rolle. Gleichzeitig sollen dringend Wohnungen entstehen: schnell, bezahlbar, klimagerecht und mit Qualität für viele Jahrzehnte. An solchen Punkten wird entschieden, wie Stadt weitergebaut wird. Für diese Folge habe ich mit Andrea Gebhard gesprochen. Sie ist Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin, leitet in München das Büro mahl gebhard konzepte und ist…
#84 Bau.Pause – Wenn Systeme mächtiger werden
SlušanoWer entscheidet künftig, welches Fenster verbaut wird: das Architekturbüro oder das System, in das es eingebettet ist? In dieser Bau.Pause führe ich die Gedanken aus Teil 1 weiter und frage, was es bedeutet, wenn sich der Wettbewerb im Bauen tatsächlich vom Baustoff zum Bausystem verschiebt. Die Folge knüpft an eine Erfahrung aus meiner eigenen Arbeit in der Herstellerkommunikation an: Jahrelang ging es darum, möglichst früh ins Architekturbüro zu kommen. Was passiert mit diesem Prinzip, wenn künftig häufiger komplette Bausysteme gewählt werden? Ich denke über die Rolle von Herstellern und freien Architekturbüros nach und warum gerade der heterogene Bestand perfekt durchorganisierte Bauplattformen an ihre Grenzen bringt. Mass Customization taucht dabei als möglicher Schlüssel auf, um industrielle Effizienz mit hoher Variantenfähigkeit zu verbinden. Diese Folge schließt die zweiteilige Bau.Pause zum seriellen Bauen ab und führt zu einem einfachen Gedanken: Was lässt sich sinnvoll wiederholen und wo braucht…
#83 Bau.Pause – Vom Stein zum System
SlušanoKalksandstein für Schallschutz, Ziegel für Behaglichkeit, Beton für Formfreiheit: Jahrelang habe ich Pressetexte geschrieben, in denen der Baustoff im Mittelpunkt stand. In dieser Bau.Pause denke ich darüber nach, warum diese Logik ins Wanken gerät und warum sich der Wettbewerb im Bauen zunehmend vom Material zum Prozess verschiebt. Hinter dieser Folge steckt eine Beobachtung, die mich schon länger begleitet: Wenn Baukosten steigen, Fachkräfte fehlen und Anforderungen wachsen, zählt immer stärker, wie gut sich eine Bauweise in einen verlässlichen und industrialisierten Prozess übersetzen lässt. Ich verbinde das mit einer alten Idee, die gerade neu verhandelt wird. Serielles Bauen ist keine Erfindung der Gegenwart, sondern reicht bis in die Moderne und die Nachkriegszeit zurück, mit einem Imageproblem, das bis heute nachwirkt. Dabei sortiere ich auch die Begriffe Elementbau, modulares und systemisches Bauen und gehe der Frage nach, was eine Bauweise tatsächlich seriell macht. Diese Folge ist der erste Teil…
#82 Baukasten trifft Baukultur – Wohnungsbau bei Goldbeck
SlušanoWohnungsbau mit System verspricht kürzere Bauzeiten, besser kalkulierbare Kosten und einen hohen Grad an Vorfertigung. Gleichzeitig berührt diese Bauweise zentrale Fragen der Architektur und Planung: den Umgang mit Wiederholung, den gestalterischen Spielraum und die Rolle externer Büros und regionaler Handwerksbetriebe. Für diese Folge geht es nach Hirschberg an der Bergstraße. Dort spreche ich mit Andreas Göbel, Architekt und Head of Business Development Residential bei Goldbeck. Die Folge unterscheidet systemisches, serielles und modulares Bauen und zeigt, wie das Wohnungssystem des Unternehmens funktioniert. Es geht um Vorfertigung, Bauzeit und Kosten, um frühe Planungsentscheidungen und um die Zusammenarbeit mit freien Architekturbüros und dem regionalen Handwerk. Auch die Kritik aus der Architektenschaft spielt eine wichtige Rolle. Große Gesamtvergaben können den Wettbewerb verändern und kleinere Büros unter Druck setzen. Zugleich zeigt sich, dass ein konstruktiver Rahmen kreative Entwürfe nicht…
#81 Der Entwurf muss halten – Architekturlehre im Maßstab 1:1 an der Hochschule Darmstadt
SlušanoIn dieser Folge geht es auf den Campus der Hochschule Darmstadt. Eine Woche lang geriet dort der gewohnte Hochschulbetrieb im Fachbereich Architektur bewusst aus dem Takt. Statt Vorlesungen und Entwurfsbesprechungen standen Bauen, Experimentieren und Improvisieren auf dem Programm. Anlass war die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 mit dem Motto „Design for Democracy“. Studierende und Lehrende arbeiteten gemeinsam an Pavillons, Projektionsflächen, Materialexperimenten und räumlichen Interventionen. Bei einem Rundgang über den Campus besuche ich unter anderem eine immersive Projektionsfläche zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, einen sechs Meter hohen Hitzeschutzpavillon, einen Workshop mit natürlichen Farbpigmenten sowie den Ressourcengarten des Campus Baulabs. Beim Bauen im Maßstab 1:1 lernen Architekturstudierende, Konstruktionen und Materialien unter realen Bedingungen zu beurteilen, auf unerwartete Probleme zu reagieren und Entscheidungen im gebauten Maßstab zu treffen.…